Der Goldene Schnitt

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Heute wird es mathematisch!
Vielleicht haben Sie schon einmal vom „Goldenen Schnitt“ gehört. Doch was ist der Goldene Schnitt und wo kommt er?

Der Goldene Schnitt ist sowohl ein mathematisches Teilungsverhältnis als auch eine der wichtigsten Gestaltungsregeln für Designer und Künstler. Man findet ihn oft in der Natur, in der Architektur und sogar im menschlichen Körper wieder. Er bezeichnet das Teilungsverhältnis zweier Größen zueinander. Wenn eine Größe nach dem goldenen Schnitt eingeteilt wird, wirkt das Ergebnis auf uns Menschen besonders harmonisch.

Der Goldene Schnitt wird in der Gestaltung eingesetzt, um eine natürlich aussehende Atmosphäre zu schaffen, die besonders ästhetisch und schön anzusehen ist.

Der Ursprung des goldenen Schnitts

Wer den goldenen Schnitt entdeckt hat lässt sich heute nicht mehr so genau sagen. Der griechische Mathematiker Euklid von Alexandria hat um 300 vor Christi in seinem zweiten Buch der „Elemente“ über geometrische Algebra den goldenen Schnitt beschrieben. Historiker sind allerdings überzeugt, dass er bereits lange vor Euklid bekannt war. In der Fassade des Parthenon in Athen lässt sich mehrmals der goldene Schnitt nachweisen – der Tempel wurde 450 vor Christus gebaut.

 

Wie wird der goldene Schnitt in der Gestaltung eingesetzt?

Der Goldene Schnitt kann in mehreren Hinsichten in der Gestaltung eingesetzt werden. Vor allem findet er in der Layoutgestaltung, der Platzierung des Inhalts und in der Bildgestaltung Anwendung.

 

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Auch ein 2-spaltiges Layout in einem Flyer oder auf einer Webseite kann nach den Proportionen des Goldenen Schnitts aufgebaut werden. Auch bei dem Aufbau des richtigen Weißraums kann der Goldene Schnitt helfen. Die Menge an weißem Raum ist ein wichtiges Gestaltungselement und der optimale Einsatz sorgt für ein optisch ansprechendes Endresultat.

Auch die Hierarchie und Größe der Typographie kann mittels des goldenen Schnitts bestimmt werden. Nimmt man an, man hat drei verschiedene Textebenen, also einen sehr wichtigen, einen wichtigen und einen weniger wichtigen Text, dann nimmt man die kleinste Schriftgröße mal 1,618 und erhält einen Anhaltspunkt für die anderen Schriftgrößen.

Mithilfe der goldenen Spirale kann man außerdem herausfinden, wo die Mittelpunkte einer Gestaltung liegen sollte, sodass dass Endergebnis möglichst harmonisch wirkt. Die Goldene Spirale zeigt dem Designer, wo welche Elemente am cleversten platziert werden sollten. Wir Menschen fühlen uns von Natur aus nämlich zum Mittelpunkt der Spirale hingezogen – hier sollten also immer die wichtigsten Bild- oder Gestaltungselemente platziert werden. Viele Designer berichten sogar darüber dass sie diesen Aufbau oft unbewusst einsetzen.

Die Berechnung

Zur Berechnung gibt es eine Formel. Der Goldene Schnitt existiert, wenn: eine Linie in zwei Teile geteilt und der längere Teil (a) geteilt durch den kürzeren Teil (b) gleich der Summe von (a) + (b) geteilt durch (a) ist. Beides ergibt 1,618, also Phi. Mit Worten gesagt: der kleinere Teil muss sich zum größeren Teil so verhalten wie der größere Teil zur gesamten Länge der Strecke.

Das Ganze kann aber auch noch visueller erklärt werden. Denn vor allem in der Gestaltung geht es darum, mittels harmonischer Proportionierung eine bestimmte Ästhetik zu kreieren. 

Optisch können wir den goldenen Schnitt auch anhand von Formen erklären.

 

1. Nimmt man ein Quadrat und multipliziert eine Seite davon mit 1,618, erhält man ein Rechteck mit harmonischen Proportionen.
2. Wenn man jetzt das vorherige Quadrat über das entstandene Rechteck legt wird der goldene Schnitt sichtbar.

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3. Wenn man jetzt die Formel wieder auf das neu entstandene Rechteck anwendet entstehen immer kleinere Quadrate
4. Wenn man jetzt in jedem Quadrat eine Kurve von einem Eck ins andere zieht entsteht daraus die sogenannte
„Goldene Spirale“. Dieses Muster haben sie bestimmt schon mal gesehen.

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Die Goldene Spirale basiert auf der Fibonacci-Folge. Die Fibonacci-Folge ist eine bestimmte Serie von Zahlen. Diese lässt sich unzählige Male in der Natur finden, zum Beispiel in der Anordnung von Blättern oder in Spiralen von Farnen. Der italienische Mathematiker Leonardo Fibonacci entdeckte die Folge, als er das Wachstum einer Kaninchenpopulation beobachtete.

 

Aufgrund der wissenschaftlichen und universellen Natur nutzen Designer den Goldenen Schnitt häufig selbst dann, wenn es ihnen gar nicht bewusst ist. Der Goldene Schnitt und die Goldene Spirale sind ausgezeichnete Hilfsmittel während eines Gestaltungsprozesses um die Designs optisch noch ansprechender und harmonischer wirken zu lassen.

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